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GLOTTERTAL Urgraben

Am Kandelsüdhang kann man noch viele Spuren des mittelalterlichen Bergbaus entdecken. Die Urgrabentour in Glottertal im Breisgau führt zu einigen davon. Schließlich zählten die Glottertäler Gruben zu den ertragreichsten im ganzen Breisgau. Die Rundwanderung ist knapp über 10 km lang; gute Kondition ist erforderlich. Zur Belohnung gibt es einzigartige Naturwunder und Ausblicke.

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Heute gilt Glottertal als Natur- und Schlemmer-Paradies. Doch im 13 Jahrhundert war es Standort für einen pulsierenden Bergbau. Zahlreiche und heute verschlossene Stolleneingänge und ein mittelalterlicher Wassergraben zeugen davon. Die Rundwanderung führt ein Stück auf dem sogenannten Urgraben, der im 13. Jahrhundert dazu diente, Wasser vom Osthang des Kandels für die Hebeanlagen in den Bergwerken herbeizuführen. An den felsigen Stellen am Gullerbühl lässt sich noch gut erkennen, wie der Kanal in den Fels gehauen wurde. Zu Beginn und am Ende der Wanderung belohnen schöne Ausblicke über das Tal. Gut zwei Drittel des Weges führen durch schönen Bergwald hinauf bis zum Luser und ab dort an der Bergflanke entlang bis in das Oberglottertal.

Ab Parkplatz geht es zunächst am Panorama-Freibad vorbei, dann oberhalb Gasthaus Sonne links zum Winzerpfad, am Sonnenbühl (Infostele zum Bergbau) links hinauf in den Eichbergwald und weiter auf dem breiten Eichbergweg mit schönen Ausblicken bis zum Rinzberg (468 m.ü.M.) und Unterm Fuchsfelsen (510 m.ü.M.). Dort rechts abbiegen zum Schlosswaldeck (495 m.ü.M.) und wieder rechts abbiegen zum Heidelbeereckle (630 m.ü.M.), rechts weiter zum Vogesenblick (605 m.ü.M., Infostele zum Bergbau). Jetzt geht es links in Richtung Am Luser (610 m.ü.M.) und Badwald (610 m.ü.M.) – hier links in den Pfad einbiegen zum Am Gullerbühl (597 m.ü.M.) und Gullerwald (592 m.ü.M.). Auf diesem Wegstück folgt man dem historischen Urgraben, einem mittelalterlichen Wasserkanal, der von der Platte am Osthang des Kandels bis zu den Bergwerken in Glottertal und Suggental führte. An den felsigen Stellen am Gullerbühl lässt sich noch gut erkennen, wie der Kanal in den Fels gehauen wurde. Ab Gullerwald (592 m.ü.M.) geht es auf aussichtsreicher Strecke hinunter ins Tal über Überm Hartererhof (550 m.ü.M.) und Birkles Kreuz (413 m.ü.M.) bis zur Glotterrainbrücke (356 m.ü.M.), ab dort an der Talstraße entlang zurück zum Freibad-Parkplatz.

Wandertipps

Strecke: 10,5 km
Dauer: 3:30 Stunden
Kondition: gut
Auf- und Abstieg: 350 m
Höchster Punkt: 690 hm
Tiefster Punkt: 340 hm
Empfehlung: gutes Schuhwerk, witterungsbedingte Bekleidung, Vesper und Getränke

Der Urgraben

Die Blei-Silberbergwerke im Glottertal galten im Hochmittelalter zu den reichsten des Breisgaus. Sie gehörten den Herzögen von Zähringen und nach deren Aussterben den Grafen von Freiburg. Betrieben wurden die Bergwerke von reichen Patriziern aus Freiburg. Um die Gruben betreiben zu können, war der Bau eines großen Wassergrabens nötig. Dieser Urgraben genannte Hangkanal war im Jahr 1284 bis auf eine Länge von 22 km ausgebaut.

Er wurde vom oberen Zweribach über drei Wasserscheiden bin in das Glottertal und Suggental geführt. Das damit von der Ostseite des Kandels herbeigeschaffte Wasser diente zum Betrieb einer Wasserhebeanlage, der ersten, die in Mitteleuropa bekannt ist. In dem benachbarten Suggental wurden die Bergwerke 1288 durch ein Unwetter zerstört. Die Anlagen im Glottertal fielen einem Kriegszug im Jahre 1298 zum Opfer. Obwohl auch im 14. Jahrhundert noch Silber abgebaut wurde, war dieses bedeutende Kapitel der Geschichte bis vor Kurzem fast völlig vergessen.

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