SCHLUCHSEE Steinkreise
Auf dem Weg zwischen der Staumauer am Schluchsee und dem Gasthaus Eisenbreche im Ortsteil Blasiwald liegen merkwürdige Steinkreise. Sie sind teils versteckt zwischen den Bäumen und erinnern an Heidenmauern oder an die klassischen Steinkreise der Megalithkultur. Ebenso sind Schalensteine zu finden. Wissenschaftler des Landesdenkmalamtes haben dafür eine nüchterne Erklärung: Bei der Urbarmachung des Geländes im 14. Jahrhundert könnten die Felsblöcke so aufgereiht worden sein, um das Gelände terrassenförmig für eine bessere Bewirtschaftung zu nutzen.
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Trotz vieler Ansätze bewahren die Steinkreise und Mauern ihr Geheimnis bis in unsere Zeit. Manche vermuten, sie könnten in der Jungsteinzeit oder von den Kelten angelegt worden sein, offenbar als Kultplatz oder Tempelanlage. Merkwürdig auch, dass einige der offensichtlich von Menschenhand hierher bewegten Felsblöcke Bearbeitungsspuren aufweisen. Vielleicht auch deshalb sind sie als Kulturdenkmal eingestuft; eine geplante Bebauung des Geländes darf in größerem Abstand nicht vorgenommen werden.
In einem Aktenvermerk des Landesdenkmalamtes Freiburg aus dem Sommer 2004 heißt es: „Geeignete Geländebereiche wurden von dem überall anzutreffenden, von der Eiszeit verursachten Blockschutt aus Granit so weit freigeräumt, dass sie zur Bewirtschaftung genutzt werden konnten. Gegen das umliegende Gelände wurden sie durch mauerartig aufgesetzte Felsblöcke eingefriedet und im vorliegenden Fall das Gelände auch teilweise terrassenförmig aufgehöht.“ Die Wissenschaftler bezogen sich dabei auf das späte 14. Jahrhundert.
So logisch dies anmutet, dennoch bleiben Zweifel. So sticht ein runder Stein hervor, der wie ein unvollendeter Mahlstein wirkt. Weshalb wurde er aufgegeben und nicht weiter verarbeitet? Andere Blöcke weisen Einkerbungen auf, die an Bohrlöcher erinnern und den Eindruck erwecken, als ob Felsen gespalten wurden. Aber zu welchem Zweck?
Die Geschichtsschreibung geht davon aus, die Höhen des Schwarzwaldes, insbesondere das Feldbergmassiv, wurden erst nach dem ersten Jahrtausend besiedelt. Der Schluchsee liegt südlich des Feldberges. Christliche Missionare sollen die ersten gewesen sein, die die Region urbar machten. Aber auch diese Vermutung wird durch verschiedene Funde aus der Steinzeit in Frage gestellt.
Ebenso wenig wahrscheinlich ist die Annahme, insbesondere eine mehrere Kilometer lange und immer wieder unterbrochene Steinmauer könnten Lesesteine bei der Räumung des Geländes sein. Weshalb sollten die Menschen damals mit ihren primitiven Mitteln tonnenschwere Felsen in einer Reihe geschichtet und sogar aufeinander getürmt haben?
Weitere Zweifel lösen die beiden Steinkreise beim Neubaugebiet in Blasiwald aus. Bei diesen "Steinkreisen Eisenbreche" handelt es sich um zwei Bögen. Sie liegen sich in einem Abstand von drei Metern gegenüber. Der am besten erhaltene Kreis besteht aus einer rund 80 Meter langen Mauer. Für die Einfriedung einer Viehweide ist das Areal dazwischen viel zu klein.
Etwas weiter entfernt ruht versteckt im Wald ein weiteres Rätsel, eine sehr enge, drei Meter tiefe und sechs Meter lange, mit Moos bewachsene Kluft. Sie erweckt den Eindruck, als ob sie aus dem Fels herausgeschnitten wurde. Die Wände sind senkrecht, und an einer Seite verschließt ein Schlussstein den Gang. Mit einer landwirtschaftlichen Nutzung hat das nichts zu tun, das ist offensichtlich. Aber welchem Zweck diente das Felsgebilde sonst?
Trotz vieler Bemühungen geben die Steinkreise vom Schluchsee ihre Geheimnisse nicht preis. Sie werden auch künftig die Fantasie anregen. Einen Ausflug sind sie allemal wert.
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